Kinderhort "Terebinthe"

Projekte

Projekt: „Coolness-Training“ und Kletteraktion"

Pressebericht im Stadt Spiegel Gladbeck

Immer cool bleiben - Kinderhort "Terebinthe" absolviert Coolness-Training

von Annette Robenek aus Gladbeck am 22.07.2011

Kindergruppe

Die Mädchen und Jungen vom Kinderhort „Terebinthe“ an absolvierten an der Hammerstraße erfolgreich ein Coolness-Training.

„Cool“ - ein Lieblingswort von Kindern, aber wie ist es, wenn sie in Konfliktsituationen selbst einen kühlen Kopf bewahren sollen? Die Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis elf Jahren, die den Kinderhort Terebinthe in Zweckel besuchen, absolvierten ein sogenanntes „Coolness-Training“ dass den Einzelnen und die Gemeinschaft stärken soll.

Zwei Trainer - Halima Zaghoud und Khaled El-Awad vom Evangelischen Dienst für Erziehungshilfe Gladbeck - übten mit den 20 Kindern in 24 Schulstunden, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Teamgeist, Rücksichtnahme und wie man cool mit Provokationen und Konflikten umgeht. „Die Kinder haben in dieser Zeit spielerisch unterschiedliche Deeskalationstechniken erlernt“, hat Terebinthe-Leiter Jörg Hain beobachtet. „Ein Beispiel für eine solche Gruppenübung ist der Redestein“, so Halima Zaghoud. In der Gruppe wird ein Thema diskutiert, einer der Teilnehmer nimmt den Redestein auf, um zu signalisieren, dass er sprechen möchte. Der Redner darf nicht unterbrochen werden, es wird ihm bis zum Ende zugehört. „Kinder fällt es aufgrund ihrer Spontanität schwer, Andere ausreden zu lassen. Den Anderen zuzuhören ist aber ein Zeichen von Respekt“, erläutert die Trainerin.

Bei der „Stopp-Regel“ erfahren die Kinder ihre eigenen Grenzen und lernen, die Grenzen der Anderen zu respektieren. „Bei einer Provokation, sollen die Kinder laut „Stopp“ rufen, sich so vom Konfliktgeschehen distanzieren und eine weitere Eskalation dadurch vermeiden.“ Regeln wie „Wir verletzen niemanden“ oder „Wir lachen niemanden aus“, wurden im Rahmen des Trainings von den Kindern selbst erarbeitet. Diese Vereinbarungen werden in den Räumen des Kinderhorts aufgehängt, damit sie die Kinder immer vor Augen haben. Zufrieden sind die beiden Trainer mit ihren Schützlingen, die viel gelernt haben. „Die Mädchen und Jungen haben sich in dieser Zeit toll entwickelt. Allerdings wäre es schön, solche Dinge langfristig zu verankern und auch zu finanzieren, damit eine Nachhaltigkeit erreicht wird“, weiß Halima Zaghoud. Möglich war dieses Projekt durch eine großzügige Spende des Tennisverein Haus Wittringen gewesen, eine tolle Unterstützung, für die sich Jörg Hain noch einmal bedankt. „Dieser Trainingsblock ist jetzt abgeschlossen, über eine Fortsetzung werden nun weitere Gespräche geführt.“

Zum Abschluss-Training geht mit allen Kinder dann in eine Kletterhalle nach Essen. Auch hier heißt es dann die eigenen Grenzen zu überwinden und Anderen zu helfen.

Halima und Khalid, die beiden Trainer, haben unseren Kindern spielerisch beigebracht, wie sie „cool“ mit Provokationen und Konflikten umgehen können. Behat (8 Jahre) sagte zum Training: „Khalid und Halima haben mit uns immer schöne Spiele gemacht. Am Anfang hat das nicht so gut geklappt, später schon besser.“
Während der Trainingsstunden haben die Kinder die „Stop-Regel“ gelernt, die die 8-jährige Miriam mit Sicherheit anwenden wird. Bei dieser Regel haben die Kindern gelernt, ihre eigenen Grenzen kennen zu lernen und die Grenzen der Anderen zu respektieren. In Konfliktsituationen sollen die Kinder laut „Stop“ rufen und sich somit von der Situation zu distanzieren und weitere Eskalationen zu vermeiden. Auch die 9-jährige Hiba wird diese Regel in die Tat umsetzen: „Die Spiele haben Spaß gemacht und wenn mich einer ärgert, weiß ich nun dass ich laut Stop(!) rufen soll.“
Das Abschluss-Training fand in der Kletterhalle in Essen statt und alle Kinder hatten hierbei sehr viel Spaß. Die Kindern hatten ihre eigenen Grenzen zu überwinden und standen den anderen helfend zur Seite. Selma (12 Jahre) sagte zur Kletteraktion: „Das Klettern war sehr aufregend und ich bin bis ganz nach oben gekommen.“

weitere Kinder erzählen:

Projekt: Fahrradtouren- und Werkstatt

Pressebericht im Stadt Spiegel Gladbeck

Ab jetzt mit dem Drahtesel - Kinderhort Terebinthe freut sich über Fahrradspende

von Annette Robenek aus Gladbeck am 15.07.2011

Kindergruppe und Erzieher mit Rädern

Ab aufs Rad - Sara, Abir, Jasmin, Delhard, Sali, Paul, Jörg Hain und „Werkstattleiter“ Johannes Hegemann freuen sich über die gespendeten Räder. Foto: Robenek

„Ab jetzt können wir mit den Kindern auf dem Drahtesel zum Freibad fahren“, strahlt Jörg Hain, Leiter des Kinderhorts Terebinthe. Der Aufruf im STADTSPIEGEL, der Einrichtung gebrauchte Räder zu spenden, stieß bei den Lesern nicht auf taube Ohren. Und so verfügt nun jedes der 30 Terebinthe-Kinder über ein eigenes Rad.

„Wir möchten uns herzlich bei allen Spendern bedanken“, so Hain. Über 20 Fahrräder in allen Größen, Austattungen und Farben konnte der Hort an der Hammerstraße in Zweckel in Empfang nehmen. Und nicht nur das: „Ein großes Polizeiauto und zwei Roller wurden uns ebenfalls gespendet“, freut sich Hain. Diese kamen bei den Mädchen und Jungen ebenso gut an, wie die Räder, die nun von den Kindern und Johannes Hegemann verkehrstüchtig gemacht werden. Eine regelrechte Fahrradwerkstatt ist auf dem Garagenhof hinter dem Kinderhort entstanden. Eifrig werkeln die jungen Radler unter Aufsicht und Anweisung von Hegemann, der ehrenamtlich die Werkstatt übernommen hat.

Es ist ein riesiger Schritt für uns, etwas mobiler zu sein und den Kindern, die es noch nicht beherrschen, das Radfahren beizubringen. Und dadurch natürlich auch die Verkehrsregeln und wie man sich korrekt verhält“, erläutert Hain. Jedes Kind ist zudem selbst für sein Rad verantwortlich und muss es pflegen.

„Unser Wunsch, unabhängig von Bus und Bahn, Gladbeck und die Umgebung zu erreichen, wurde erfüllt. Und so sind wir bereits zum Tetraeder nach Bottrop geradelt und zum Atlantis in Dorsten.“ Die längeren Strecken werden nur mit den älteren Kindern in Angriff genommen, die Betreuer haben zudem gleich mehrere Augen auf die jungen Radler. Die sich sehr freuen, dass sie nun kräftig in die Pedale treten können.

Auf dem Garagenhof des Kinderhorts haben die Kinder jetzt auch die Möglichkeit eifrig an den Fahrrädern zu werkeln unter Aufsicht und Anweisung unseres neuen „Werkstattleiters“, denn jedes Kind ist für sein eigenes Fahrrad verantworlich und muss dieses auch pflegen.
Wir zeigen unseren Kindern viel von Gladbeck und seiner Umgebung. Mit den älteren Kindern können wir schon längere Strecken fahren und so sind wir mit ihnen unter anderem zum Tetraeder nach Bottrop gefahren und nach Dorsten. Auch mit den Jüngeren finden regelmäßig Ausflüge in die nähere Umgebung statt, wie z.B. in den Wittringern Wald zum Minigolf spielen oder in die Wälder um Gladbeck und Kirchellen.

Hören wir den Kindern zu:

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