Kindergarten "Oase"

Mathestübchen

Mathematik schon im Kindergarten?

Es ist Freitagnachmittag kurz nach 14.00 Uhr im Kindergarten „Oase“. Wie eine Einladung klingt der Mathe-Rap, mit dem sich die „Matheforscher“ begrüßen:

 

"Hey, ihr da draußen! Kommt, ich lad euch ein!
Ihr könnt mit mir Matheforscher sein. Mathematik, die macht Spaß – na klar!
Mathe ist spannend und das ist wahr.
Mit Mathematik erforscht man die Welt und genau das ist es, was Kindern gefällt"

Für 1,5 Stunden begeben sich die Kinder mit ihrer Erzieherin Frau Lipka wie richtige Forscher in die verschiedenen Gebiete der Mathematik , um diese genauer zu untersuchen.

Wir sortieren unser Spielzeug

Wir sortieren unser Spielzeug

Ein erstes Ziel heißt„Erkennen von Merkmalen und Bilden von Gruppen“.
Die Frage, ob Dinge zusammenpassen und warum, oder aber warum nicht, begegnet uns im Leben und in der Mathematik gleichermaßen. Es beginnt bei einfachen Paarungen (Memory, Schuhe), führt zur Gruppenbildung (Oberbegriff, Teilgruppen) und führt zur Auflösung mathematischer Fragen bei Sachaufgaben.

vom einfachen Abfolgemuster

vom einfachen Abfolgemuster

zur symmetrischen Blume

zur symmetrischen Blume

Wer Merkmale erkennen und Gruppen bilden, also sortieren kann, der kann Muster erkennen und selbst erstellen. „Muster und Symmetrie“ heißt ein weiteres Ziel unserer mathematischen Reise.
Die Abfolge der Wochentage, Monate, Jahreszeiten ist ein immer währendes Muster, auf das wir uns fest verlassen können. Ebenso wie auf die Ordnung unseres Zahlensystems: 0 - 1 - 2 - 3 ... 10 - 11 - 12 - 13… 20 - 21 - 22 ... 100 - 200 - 300 ... 1100 - 120 ... .
Dies lässt sich bis ins Unendliche fortsetzen, wie in der folgenden Strophe besungen:

Ein Muster ist etwas, das sich immer wiederholt,              
von hier bis nach Australien oder bis zum Mond.
Jedes Lied, jeder Tanz hat ein Muster wunderbar.
Sogar dieser Rap - ist dir das klar?

Beim Aufbau der Zahlengärten

Beim Aufbau der Zahlengärten

Schon sind wir bei „Zahl und Menge“ angelangt. Das Zahlen nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken sind, ist jedem klar, doch wo sie uns alltäglich begegnen, übersehen wir oft. Kein Brief käme ohne Postleitzahl an, telefonieren wäre unmöglich. Der Umgang mit Geld, mit Zeit und vielem anderen wäre nicht mehr möglich.

 Sind die Kuben gleich groß?

Sind die Kuben gleich groß?

Beim „Messen und Vergleichen“ sind die Kinder besonders motiviert. Wer ist größer, wer ist kleiner als ich? fragen sie in ihrem Lied. Was ist mehr, weniger und gleich viel? Was versteht man unter dünn, dünner, am dünnsten – schwer, schwerer, am schwersten? Dinge messen, vergleichen und unter einem bestimmten Aspekt in Reihen einordnen, das sind Tätigkeiten, die Kinder brauchen, um die Welt in eine Ordnung zu bringen, in der sie sich zurechtfinden.

bild
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Und wenn man den Kindern dabei zuschaut, wie sie die Lösung zur Frage „Wie viele Strohhalme brauchst du, wenn du ein Quadrat bauen möchtest und was musst du verändern, um daraus ein Rechteck zu machen?“ suchen und finden, spätestens dann ist klar: Mathematik gehört in den Kindergarten, denn Kinder interessieren sich für sie und Erkenntnisse aus der Mathematik helfen ihnen dabei, sich ein Bild von der Welt zu machen.

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